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#009 Raumgestalter und Unruhestifter: Ralf Volkmer über Lean-Simulationen

Episode erschienen am24. Mai 2026

Darum geht es

Lean lässt sich erklären. Wirklich verstanden wird es häufig erst, wenn Menschen selbst erleben, wie sich ihr Verhalten auf einen Prozess auswirkt.

Ralf berichtet, wie aus seiner Unzufriedenheit mit klassischen Konferenzformaten das Lean Around the Clock entstanden ist. Eine Veranstaltung, die Menschen aus unterschiedlichen Funktionen und Hierarchieebenen zusammenbringt und ihnen Raum für offenen Austausch gibt.

Im zweiten Teil unseres Gesprächs geht es um Lean-Simulationen. Sie vermitteln nicht nur Methoden, sondern machen innerhalb kurzer Zeit sichtbar, wie eine Gruppe zusammenarbeitet, wie Entscheidungen getroffen werden und welche Rolle der Kunde tatsächlich spielt.

Darauf kommt es an

01

Das Lean Around the Clock entstand ohne Masterplan

Am Anfang stand kein ausgearbeitetes Veranstaltungskonzept, sondern die Unzufriedenheit mit bestehenden Formaten. Ralf wollte einen Ort schaffen, an dem sich Menschen offen begegnen, voneinander lernen und ihre Erfahrungen teilen können.

02

Lernen durch eigenes Erleben wirkt stärker als die Vermittlung von Methoden

Methoden lassen sich in Schulungen erklären. Ob sie verstanden wurden, zeigt sich jedoch erst in der Anwendung. Eine Simulation konfrontiert die Teilnehmer unmittelbar mit den Folgen ihrer Entscheidungen und ihres Verhaltens.

03

Ohne Blick auf den Kunden bleibt auch eine optimierte Simulation nur Nabelschau

Teilnehmer versuchen häufig zuerst, die eigene Produktivität zu steigern. Dabei verlieren sie den Kunden und dessen tatsächlichen Bedarf aus dem Blick. Genau dieses Muster findet sich auch in vielen Unternehmen.

04

Der Transfer in reale Unternehmensprozesse entscheidet über die Wirkung

Eine gelungene Simulation allein verändert noch keine Organisation. Deshalb müssen die gewonnenen Erkenntnisse anschließend auf konkrete Prozesse im Unternehmen übertragen und dort erprobt werden.

05

Skeptiker sind häufig die wertvollsten Verbündeten einer Veränderung

Skeptiker lehnen Veränderung nicht grundsätzlich ab. Häufig haben sie nur zu viele Ankündigungen erlebt, denen keine Konsequenzen folgten. Bekommen sie Verantwortung und den notwendigen Rückhalt, können aus ihnen glaubwürdige Treiber der Veränderung werden.

06

Lean ist keine Reise zu einem festen Endpunkt

Das verbreitete Bild einer Lean-Reise mit einem klar markierten Ziel greift zu kurz. Betriebliche Exzellenz ist nicht irgendwann abgeschlossen. Jeder erreichte Zustand ist lediglich der Ausgangspunkt für die nächste Verbesserung.

Mein Gesprächspartner

Ralf Volkmer

Ralf Volkmer ist Gründer der Lean Knowledge Base und Mitorganisator des Lean Around the Clock. Er versteht sich als Raumgestalter und Unruhestifter und bringt Menschen zusammen, die Lean Management ernsthaft weiterentwickeln und voneinander lernen wollen.

Die Episode ist am 24. Mai 2026 erschienen.

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