Vom Chaos zur Verlässlichkeit: Wie Lean Construction Bauprojekte durch Fluss, Standards und Zusammenarbeit auf Kurs bringt.
Worum es in dieser Episode geht
In dieser Episode spricht Jörg Cwojdzinski mit Felix Diesch, Bauoberleiter bei Ernst² Architekten AG, über die Anwendung von Lean Construction auf der Baustelle.
Felix teilt seine Erfahrungen aus fast sieben Jahren Lean-Praxis im Bauwesen und gibt praxisnahe Einblicke in das Last-Planner-System, die Taktplanung und kollaborative Vertragsmodelle.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Bauprojekte durch Verlässlichkeit, Fluss und eine neue Fehlerkultur erfolgreicher werden können.
Die wichtigsten Erkenntnisse
Lean Construction überträgt Lean-Prinzipien aus der Industrie auf Bauprojekte: Fluss, Kundennutzen und Verschwendungsvermeidung gelten auch auf der Baustelle.
Das Last-Planner-System schafft Verlässlichkeit durch mehrstufige Planung von der Gesamtsequenz bis zum täglichen Huddle.
Der letzte Planer ist derjenige, der die Aufgabe tatsächlich ausführt oder darüber entscheidet: Vorarbeiter, Poliere oder Gewerkebauleiter.
Taktplanung überträgt den Fließgedanken auf die Baustelle: Nicht das Produkt fließt, sondern die Arbeiter bewegen sich durch das Gebäude.
Angstpuffer und Unsicherheitspuffer müssen durch Standards eliminiert werden, ein gemeinsamer Puffer am Ende ersetzt individuelle Reserven.
Der Big Room schafft visuelle Transparenz für alle Beteiligten und ermöglicht kurze tägliche Abstimmungen.
Nur etwa 1 Prozent der deutschen Baustellen wendet Lean Construction wirklich an.
Kollaborative Projektallianzen richten alle Beteiligten auf das Gesamtprojekt aus.
Jidoka auf der Baustelle: Stoppen bei Fehlern verhindert teure Folgefehler.
Qualität ist die Grundvoraussetzung: Wer Fehler akzeptiert und weiterbaut, zahlt am Ende ein Vielfaches.
Weiterführende Links
👤 Gast dieser Episode:
Felix Diesch auf LinkedIn · Lean Construction Mastermind
🎙️ Dein Host:
Jörg Cwojdzinski auf LinkedIn · der wertstrom auf LinkedIn · der wertstrom im Web · Flussgrad1 GmbH